
Weit über 20.000 begeisterte Zuschauer bei den 9.Titanen der Rennbahn, Europas einzigartige Kaltblutschau. Einmalige Präsentation von 56 historischen Feuerwehrgespannen, Postkutsche mit 14 Stuten und 14 Fohlen und ein atemberaubender römischer Kampfwagen mit 12 rasanten Schwergewichten waren die Höhepunkte des zweitätigen Kaltblutvolksfestes. Über 300 Kaltblüter und 150 Gespanne aus fünf Nationen maßen sich im sportlichen Wettbewerb.
Der Jubel nahm kein Ende, als Titanenveranstalter Thomas Haseloff seine zwölf Rheinisch-Deutschen Kaltblüter vor dem römischen Kampfwagen im kontrollierten Galopp um die Bahn jagte. So etwas hatte es bisher auf keiner vergleichbaren Veranstaltung gegeben.
Zuvor war der 5 jährige Belgische Wallach “Hans” als Stärkstes Kaltblut Brandenburgs mit großem Lorbeerkranz gekrönt worden. Damit siegte Holzrücker Jens Fangerow aus Prenzlau nun schon zum vierten Mal. Ganz still wurde es Stunden zuvor, als die große, gelbe Postkutsche in die Arena fuhr, gezogen von 14 Stuten und ihren nebenher gehenden Fohlen. Genau genommen trabten 42 Pferde vor dem historischen Wagen, da alle Stuten tragend waren.
Ein Bild wie in einem Film boten am ersten Titanentag 56 historische Feuerwehren. Auf Kommando Schlauch Marsch zeigten sie mit viel Können und Humor, wie zu Urgroßvaters Zeiten gelöscht wurde. Publikum und Fachleute waren sich einig, dass es so eine Präsentation noch nie gegeben habe. Anfänglich war die Idee, historische Feuerlöscher zum diesjährigen Highlight zu machen, von den Freiwilligen Feuerwehren mit viel Skepsis und Distanz aufgenommen worden. Aber letztlich sprühten aller vor Feuereífer und suchte nach alten Vehikeln in Scheunen und Abstellkammern.
Die beiden ersten Tombolapreise, ein Kaltblutfohlen und ein Kaltblutjährling gingen nach Bad Münster in der Eifel und nach Frauenreuth bei Senftenberg. Auch die Sonne spielte zwei Tage hervorragend mit. Selbst das WM Fußballspiel Deutschland - England konnte die Zuschauer nicht vom Kommen abhalten. Kaltblüter sind für viele die nostalgischen, dicken Brauerei- und Landwirtschaftspferde. Sehen, Staunen und Anfassen war deshalb angesagt auf den voll besetzten Tribünen und auf den weitläufigen 10 Hektargeländen mit über 100 Markständen und einem bunten, großen Kinderspielplatz. Burkhard und Thomas Haseloff konnten zum Schluss glücklich, aber etwas erschöpft, nur noch sagen: ”Alles super gelaufen!”

Wir waren zum 2. Mal da und können jetzt schon sagen, das Hotel für nächstes Jahr ist gebucht. Es war ein super, super tolles Wochenende. Sowas auf die Beine zu stellen ist einfach Spitze. Hut ab!

